HEREDITAS Blog

Wer entscheidet in einer Erbengemeinschaft?

Wer entscheidet in einer Erbengemeinschaft?

Kommt der Nachlass mehreren Personen zugute, sind Sie Miterbe in einer Erbengemeinschaft. Im Gegensatz zum Alleinerben müssen Sie sich mit den anderen Miterben über die Verwaltung und Verteilung des Nachlasses einig werden. Möchten Sie, aus welchen Gründen auch immer, aus der Erbengemeinschaft ausscheiden, könnten Sie Ihren Erbanteil auch verkaufen und sich so schnell Liquidität verschaffen. Um einen Verkauf einzuschätzen, sollten Sie wissen, welche Aspekte mit einer Erbengemeinschaft verbunden sind. Inhaltsverzeichnis: Darum geht es auf dieser Seite Warum sind Erbengemeinschaften streitanfällig? Wann wird der Nachlass aufgeteilt? Wer ist zur Verwaltung des Nachlasses berechtigt und verpflichtet? Außerordentliche …

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Urteil BGH: Anspruch gegen Erbengemeinschaft auf Erstattung der Erbscheinskosten

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Urteil BGH: Miterbe hat keinen Anspruch gegen Erbengemeinschaft auf Erstattung der Erbscheinskosten wenn dieser nicht zwingend erforderlich war BGH, Urteil vom 7.10.20 – IV ZR 69/20 Bedeutung des Urteils Soll ein gemeinschaftlicher Erbschein für die Erbengemeinschaft beantragt werden und will der Antragsteller die (nicht unerheblichen) Kosten für den Erbschein mit den übrigen Miterben teilen, dann muss entweder die Kostenteilung zwischen den Miterben vereinbart sein oder die Beantragung des Erbscheins muss zwingend notwendig gewesen sein. Ansonsten trägt der Antrag stellende Miterbe die Kosten alleine. Es gelten insoweit die Regelungen zur Verwaltung der Erbengemeinschaft. Inhaltsverzeichnis: Darum geht …

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Beschluss BGH: Eingezogener Erbschein verliert seine Beweiskraft

urteil erbrecht

BGH, Beschluss vom 17.9.20 – V ZB 8/20 Bedeutung des Urteils Auf der Grundlage eines rechtskräftig eingezogenen und damit kraftlosen Erbscheins darf das Grundbuchamt keine Eintragungen mehr vornehmen. Dieser könne auch nicht mit der Erwägung berücksichtigt werden, dass er seinerzeit die Erbfolge nach dem Vater bis zum Tode der Mutter zutreffend ausgewiesen habe und zu einem Zeitpunkt eingezogen worden sei, als bereits ein die Erbfolge nach der Mutter ausweisender Erbschein erteilt wurde. Zwar werde für den Fall der Vor- und Nacherbschaft teilweise vertreten, dass ein dem Vorerben erteilter und nach dessen Tode eingezogener Erbschein beachtlich …

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8 Risiken beim Kauf von Erbteilen

Die 8 Risiken beim Kauf von Erbteilen

Erbengemeinschaften entstehen zwangsweise, wenn ein Erblasser mehrere Erben hinterlässt. Manch ein Miterbe empfindet die Zwangsgemeinschaft als Last und ist naturgemäß daran interessiert, den Nachlass möglichst schnell liquide zu machen. Dann stehen Miterben vor dem Problem, dass sie allein nicht über den Nachlass oder einzelne Nachlasswerte verfügen können. In der Erbengemeinschaft können nur alle Miterben gemeinschaftlich Verfügungen treffen. Jeder ist auf den anderen angewiesen. Oft blockiert ein einzelner Miterbe aus rein emotionalen oder sonst irrationalen Gründen jegliche Entscheidungsfindung. Ein Ausweg kann dann darin bestehen, dass ein Miterbe seinen Erbteil verkauft. Sind Sie am Kauf des Erbteils …

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8 Risiken beim Verkauf von Erbteilen

Risiken beim Verkauf von Erbteilen

Sind Sie Miterbe in einer Erbengemeinschaft, erweist sich Ihr Anspruch auf Auseinandersetzung des Nachlasses möglicherweise als eine schwierige Herausforderung. Sollte auch nur einer Ihrer Miterben die Auseinandersetzung blockieren, müssten Sie Ihr Recht in letzter Konsequenz einklagen. Ein Ausweg bietet der Verkauf Ihres Erbteils. Da Sie nicht gezwungen werden können, in der Erbengemeinschaft zu verbleiben, dürfen Sie Ihren Erbteil jederzeit verkaufen (§ 2033 BGB). Ungeachtet dessen sollten Sie aber auch gewisse Risiken einkalkulieren. Inhaltsverzeichnis: Darum geht es auf dieser Seite Risiko, dass unbekannte Vermögenswerte entdeckt werden Risiko, dass der Verkehrswert eines Vermögenswertes zu gering bewertet wird …

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Urteil BFH: Grabkosten senken die Erbschaftssteuer

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BFH, Urteil vom 22.01.2020 – II R 41/17 Bedeutung des Urteils Aufwendungen für die Pflege einer Wahlgrabstätte, in der nicht der Erblasser, sondern dritte Personen bestattet sind, sind als Nachlassverbindlichkeiten abzugsfähig, wenn sich bereits der Erblasser für die Dauer des Nutzungsrechts zur Pflege verpflichtet hatte und diese Pflicht auf den Erben übergegangen ist. Abzugsfähig sind die am Bestattungsort üblichen Grabpflegekosten für die Laufzeit des Grabnutzungsrechts. Maßgebend sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des Todes des Erblassers. Inhaltsverzeichnis: Darum geht es auf dieser Seite Bedeutung des Urteils Sachverhalt Entscheidung Mehr zum Thema Grabkosten senken die Erbschaftssteuer Sachverhalt …

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Urteil OLG Frankfurt: Ausgleichsforderung gegen den Nachlass für Pflegeleistungen

urteil erbrecht

Urteil OLG Frankfurt: Ausgleichsforderung des Miterben gegen den Nachlass für Pflegeleistungen OLG Frankfurt, Urteil vom 07.02.2020 – 13 U 31/18 Bedeutung des Urteils Wie hoch darf die Ausgleichsforderung eines Kindes gegen den Nachlass der Mutter sein, wenn er sie über viele Jahre über den „normalen“ Aufwand hinaus gepflegt hat und damit das Vermögen der dementen Erblasserin geschont hat. Das Gericht hielt die Summe von 40.000 € für Pflegeleistungen nach § 2057a BGB für angemessen. Inhaltsverzeichnis: Darum geht es auf dieser Seite Bedeutung des Urteils Sachverhalt Entscheidung Mehr zum Thema Ausgleichsforderung des Miterben gegen den Nachlass …

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Urteil BFH: Erbschaftsteuerschulden unterliegen keiner Haftungsbeschränkung

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Urteil BFH: Kein Entrinnen für den Erben – Erbschaftsteuerschulden unterliegen keiner Haftungsbeschränkung BFH, Urteil vom 04.06.2019 – VII R 16/18 Bedeutung des Urteils Nach § 2059 BGB haftet ein Miterbe nur beschränkt auf den Nachlass, nicht aber mit seinem sonstigen Vermögen – jedenfalls solange der Nachlass im Falle der Erbengemeinschaft ungeteilt ist. Allerdings sagt § 2059 BGB auch, dass dies nur der Fall ist, wenn der Erben nicht „unbeschränkt“ haftet. Und hier hat der BFH entschieden, dass die Haftung für Erbschaftssteuerschulden nach § 20 Abs. 1 ErbStG eben gerade zu einer unbeschränkten Haftung führt. Das …

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Urteil BGH: Haftung des Erben für Forderungen aus dem Mietverhältnis

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BGH, Urteil vom 25.09.2019 – VIII ZR 138/18 Bedeutung des Urteils Unterlässt der nach § 564 Satz 1, § 1922 Abs. 1 BGB in das Mietverhältnis eingetretene Erbe dieses nach § 564 Satz 2 BGB außerordentlich zu kündigen, liegt allein hierin keine Verwaltungsmaßnahme, welche die nach Ablauf dieser Kündigungsfrist fällig werdenden Verbindlichkeiten aus dem Mietverhältnis zu Nachlasserbenschulden beziehungsweise Eigenverbindlichkeiten werden lässt, für die der Erbe – auch – persönlich haftet. Eine persönliche Haftung tritt jedoch etwa dann ein, wenn der Erbe nach wirksamer Beendigung des Mietverhältnisses seiner (fälligen) Pflicht aus § 546 Abs. 1, § …

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Urteil OLG Braunschweig: Nachlasspflegschaft zur Geltendmachung eines Auseinandersetzungsanspruches

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OLG Braunschweig, Beschluss vom 23.10.2019 – 1 W 26/19 Bedeutung des Urteils Richtet sich der Auseinandersetzungsanspruch gemäß § 2042 BGB gegen einen Nachlass, kann zu dessen Geltendmachung gemäß § 1961 BGB ein Nachlasspfleger zu bestellen sein; dies kann etwa dann der Fall sein, wenn ein Mitglied einer Erbengemeinschaft verstirbt und dessen Erben unbekannt sind (Anschluss an KG, Beschluss vom 3. Oktober 1980 – 1 W 3322/80, OLGZ 1981, S. 151 [153]; OLG Hamm, Beschluss vom 10. Oktober 2015 – 15 W 466/15, juris, Rn. 2). Inhaltsverzeichnis: Darum geht es auf dieser Seite Bedeutung des Urteils …

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