Erbengemeinschaft

Der Erbteil: Anteil an einer Erbengemeinschaft

  • Mehrere Erben bilden eine Erbengemeinschaft. Der Anteil des einzelnen hieran heißt Erbteil.
  • Der Erbteil ist ein Vermögensgegenstand, der auch verkauft werden kann.
  • Als Miterbe hat man keinen Zugriff auf einzelne Gegenstände innerhalb der Erbschaft.


dr stephan seitz hereditas erbengemeinschaft
Hier schreibt: Dr. jur. Stephan Seitz

Mein Name ist Stephan Seitz, ich bin Jurist und war vor wenigen Jahren selbst Teil einer Erbengemeinschaft. Dabei wurde mir klar: die Miterben wollen keinen Streit, sondern eine Lösung. Alles was Sie dafür wissen müssen, schreibe ich hier auf.
 
Bitte beachten Sie meine Rechtlichen Hinweise für die Nutzung dieser Webseite inklusive Haftungsregelungen. Ich fasse lediglich Allgemeinwissen zusammen und biete keine Rechtsberatung. Alle Angaben sind ohne Gewähr.
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Erbrechner: gesetzlichen Erbteil berechnen

Erbrechner - Erbteil - gesetzliche Erbfolge

Wichtiger Ausfüllhinweis: bitte tragen Sie stets die Situation ein, wie sie sich zum Todeszeitpunkt des Erblassers dargestellt hat. Spätere Änderungen haben keinen Einfluss auf diesen Erbfall und müssen gesondert bewertet werden.
Es ist unerheblich ob Kinder/Enkel usw. ehelich, nicht-ehelich oder adoptiert sind. Sie stehen erbrechtlich alle gleich.
Der klassischen Ehe gleichgestellt ist die eingetragene Lebenspartnerschaft, bitte wählen Sie analog.
Der Erbrechner berücksichtigt bei der Zugewinngemeinschaft nur die sog. erbrechtliche Lösung, bei der der Zugewinn pauschal durch einen 25%igen Aufschlag auf den Erbteil des Ehegatten ausgeglichen wird. Die sog. güterrechtlichen Lösung wird nicht abgebildet.
Der klassischen Ehe gleichgestellt ist die eingetragene Lebenspartnerschaft, bitte wählen Sie analog.
Ist ein Kind des Erblassers verstorben, so zählen Sie bitte dieses Kind trotzdem, WENN noch mindestens 1 Enkel oder Großenkel des Erblassers aus dieser Linie (also von diesem Kind des Erblassers abstammend) lebt. Bitte summieren Sie die Enkel und Großenkel NICHT auf, es geht nur darum, dass die Linie erbrechtlich weitergeführt wird.
Ist ein Kind des Erblassers bereits verstorben, so zählen Sie bitte dieses Kind trotzdem, WENN noch mindestens 1 Enkel oder Großenkel des Erblassers aus dieser Linie (also von diesem Kind des Erblassers abstammend) lebt. Bitte summieren Sie die Enkel und Großenkel NICHT auf, es geht nur darum, dass die Linie erbrechtlich weitergeführt wird.
Ist ein Kind des Erblassers bereits verstorben, so zählen Sie bitte dieses Kind trotzdem, WENN noch mindestens 1 Enkel oder Großenkel des Erblassers aus dieser Linie (also von diesem Kind des Erblassers abstammend) lebt. Bitte summieren Sie die Enkel und Großenkel NICHT auf, es geht nur darum, dass die Linie erbrechtlich weitergeführt wird. Bitte lassen Sie ihre Mutter/Vater, der Abkömmling des Erblassers ist, außen vor.
Ist ein Kind Ihrer Mutter/Ihres Vaters bereits verstorben, so zählen Sie bitte dieses Kind trotzdem, WENN noch mindestens 1 Abkömmling aus dieser Linie lebt. Bitte summieren Sie diese Abkömmlinge NICHT auf, es geht nur darum, dass die Linie erbrechtlich weitergeführt wird.
Ist eines ihrer Geschwister bereits verstorben, so zählen Sie bitte diesen Bruder/Schwester trotzdem, WENN noch mindestens 1 Kind oder Enkel des Geschwisters lebt. Bitte summieren Sie die Kinder und Enkel NICHT auf, es geht nur darum, dass die Linie erbrechtlich weitergeführt wird.
Ist eines der Geschwister bereits verstorben, so zählen Sie bitte diesen Bruder/Schwester trotzdem, WENN noch mindestens 1 Kind oder Enkel des Geschwisters lebt. Bitte summieren Sie die Kinder und Enkel NICHT auf, es geht nur darum, dass die Linie erbrechtlich weitergeführt wird.
Ist eines der Geschwister bereits verstorben, so zählen Sie bitte diesen Bruder/Schwester trotzdem, WENN noch mindestens 1 Kind oder Enkel des Geschwisters lebt. Bitte summieren Sie die Kinder und Enkel NICHT auf, es geht nur darum, dass die Linie erbrechtlich weitergeführt wird.

Die Berechnung ist teilweise vereinfacht, sie soll Ihnen als Orientierung dienen. Alle Angaben sind ohne Gewähr, bitte lassen Sie sich (anwaltlich) beraten. Die Datenschutzbestimmungen für meine Schnellrechner lesen Sie unter Datenschutz.

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Erbteil ist der Anteil an einer Gemeinschaft aus mehreren Erben

Unter dem Begriff Erbteil, häufig auch als Erbanteil bezeichnet, versteht das Gesetz eine dingliche Rechtsposition, die dadurch entsteht, dass der Erblasser mehrere Erben hinterlässt, § 2032 (1) BGB. Diese Erben bilden fortan eine Erbengemeinschaft und halten den Nachlass damit als gemeinschaftliches Vermögen. Dies bedeutet auch, dass die in der Erbschaft enthaltenen Vermögensgegenstände niemandem alleine gehören, sondern allen Erben gemeinschaftlich. Juristisch spricht man von einem Gesamthandseigentum. Besteht hingegen nur ein einziger Erbe, so gibt es keine Erbteile und selbiger wird als Alleinerbe bezeichnet. Dieser wird sofort Eigentümer der Gegenstände, die ihm vererbt wurden, und kann damit auch unmittelbar darüber verfügen, also beispielsweise weiterverkaufen.

Mit Entstehen der Gesamthandsgemeinschaft kommen auf die Erbengemeinschaft vielfältige, neue Aufgaben zu. Zu Beginn geht es um die Sicherung und genaue Ermittlung des Nachlasses. Auch Fragen rund um die Erbschaftssteuer stehen sehr zeitnah nach dem Erbfall an. Sind diese dringendsten Themen geklärt, so geht es in die Phase der Verwaltung über. In der Gemeinschaft müssen die Nachlassgegenstände erhalten und Verbindlichkeiten erfüllt werden. Das Gesetz bietet zwar einige Regelungen an, wie die Verwaltung in der Praxis ablaufen soll. Tatsächlich aber sind diese Regelungen nicht immer tauglich, inbesondere dann wenn die Erbengemeinschaft kompliziert ist, die Miterben unterschiedliche Interessen verfolgen und noch dazu eine zeitnahe Auseinandersetzung, also Auflösung, nicht in Sicht ist.

Der Weg vom Gesamthandseigentum zum Alleineigentum führt über die sog. Auseinandersetzung. Dies ist auch das gesetzlich vorgesehene Ziel der Erbengemeinschaft. Verstehen sich die Erben gut, geht das sehr schnell. Besteht Uneinigkeit oder Streit kann das viele Jahre dauern und notfalls nur über den Weg der Teilungsversteigerung gelöst werden.

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Der Erbteil kann verkauft werden

Der Erbteil stellt eine Vermögensposition dar, vergleichbar mit dem Anteil an einer Gesellschaft. Auch kann der Erbteil verkauft werden, er ist also verkehrsfähig, § 2033 (1) BGB. Dies ist für den einzelnen Miterben immer dann interessant, wenn die Erbschaft auch Immobilien in Großstädten enthält. Ist beispielsweise ein Altbau Teil der Erbmasse, dann kann der Erbteil für Dritte interessant sein, die sich in die Erbengemeinschaft einkaufen wollen und so auch Zugriff auf den Altbau bekommen. Bei Interesse am Verkauf des eigenen Erbteils kann eine grobe Wertindikation auf meiner Seite „Erbrechner – Erbteil bewerten“ vorgenommen werden. Eine ausführliche Darstellung zum Verkauf finden Sie auf der Seite Erbteil verkaufen.

Auch an dieser Stelle nochmal der Hinweis: der einzelne Erbe kann lediglich seinen Erbteil(!) frei weiterverkaufen. Zugriff auf einzelne Vermögensgegenstände innerhalb der Erbschaft, z.B. ein Auto, hat er nicht. Dies kann die Gemeinschaft nur zusammen und mit Zustimmung aller Beteiligter machen. Im Streitfall hingegen gibt es als einzigen Lösungsweg die Teilungsversteigerung.

Weitere Seite Wissen

Abgrenzung zum Vermächtnisnehmer

Vom Erbteil und damit Miterben abzugrenzen ist der Vermächtnisnehmer. Dieser wird nicht Teil der Erbengemeinschaft und hält damit auch keinen Erbteil. Vielmehr hat er einen schuldrechtlichen Anspruch gegenüber der Erbengemeinschaft auf Erfüllung, i.d.R. Herausgabe eines Gegenstandes, seines Vermächtnisanspruchs.

Der Erbteil ist auch vom Begriff des Pflichtteils abzugrenzen. Auch hier handelt es sich lediglich um einen schuldrechtlichen Anspruch gegenüber der Erbengemeinschaft, in diesem Fall auf Zahlung einer bestimmten Geldsumme.

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