Erbrecht
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Die Vorerbschaft und die Nacherbschaft

  • Mittels Vor- und Nacherbschaft kann der Erblasser zunächst eine Person zum Erben einsetzen und mit Eintritt eines bestimmten Ereignisses diese Stellung auf eine andere Person übertragen
  • Dieses Vorgehen findet vor allem bei minderjährigen Kindern und Ehegatten Anwendung
  • Der Nacherbe wird geschützt, indem der Vorerbe nur mit Einschränkungen über das Vermögen verfügen kann


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Die Vor- und Nacherbschaft: Erbe auf Zeit

Bei der Vor- und Nacherbschaft handelt es sich um einen Begriff, der im Rahmen von Testamenten von Bedeutung ist. Der Erblasser ist frei, wen er als Erben bestimmt. Darüber hinaus hat er sogar noch die Möglichkeit zunächst eine Person als zeitlich beschränkten Erben einzusetzen (Vorerbe) und mit Eintritt eines Ereignisses die Erbenstellung auf eine andere Person (Nacherbe) zu übertragen. Als Ereignis kommt entweder ein bestimmtes Datum oder ein Vorfall in Betracht. Als Vorfall kann beispielsweise das Bestehen der Meisterprüfung oder die Eheschließung bestimmt werden.

In der Praxis hat die Bestimmung eines Vorerbe vor allem dann Bedeutung, wenn ein Minderjähriger als Erbe eingesetzt werden soll. Dieser soll beispielsweise erst mit Eintritt der Volljährigkeit Erbe eines Vermögens oder einer Gesellschaft werden. Zum anderen setzen sich Eheleute gerne als Vor- und Nacherbe ein. So wird mit versterben des einen Ehegatte zunächst der andere Vorerbe. Verstirbt auch er, so geht die Erbenstellung auf die Kinder des Ehepaares über. Wichtig ist hier insbesondere, dass der zweite Ehegatte nach dem Tod diese Reihenfolge nicht mehr ändern kann.

Anschaulich kann man also von einem „Erben auf Zeit“ sprechen. Der Nacherbe erwirbt auch bereits eine Anwartschaft. Zu unterscheiden ist die Vorerbschaft von der Erbengemeinschaft. Bei jener sind mehrere Personen gleichzeitig Erbe.

Gesetzlich geregelt ist die Nacherbschaft in den §§ 2100 ff BGB.

Schutz des Nacherben durch Verfügungsbeschränkungen

Zum Schutz des Nacherben darf der Vorerbe nur eingeschränkt über Nachlassgegenstände verfügen:

  • Verfügungen über v.a. Grundstücke sind dem Vorerben ohne Zustimmung des Nacherben grundsätzlich nicht möglich. Nimmt der Vorerbe sie dennoch vor, so ist sie unwirksam.
  • Erwirbt der Vorerbe etwas mit Mitteln der Erbschaft, so gehört das Erworbene zur Erbschaft. Der Jurist sprich hier von unmittelbarer Ersetzung, gesetzlich geregelt in § 2111 BGB.
  • Allerdings kann der Erblasser den Nacherben von diesen Beschränkungen befreien.
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Immer möglich: Erbe ausschlagen

Ist der Vor- oder Nacherbe auch Pflichtteilsberechtigter, so steht ihm eine Wahlmöglichkeit zu. Schlägt er die Erbeinsetzung aus, so kann er unmittelbar seinen Pflichtteilsanspruch geltend machen. Je nach Art der Belastung des Vorerben oder nach Bedingungen, wann und wie der Nacherbe die Erbschaft antritt, kann dies im Einzelfall die bessere Option sein. Diese Wahl steht immer offen.

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  • Aktuelle Rechtsprechung zur Erbengemeinschaft
    Rechtsprechung und Urteile zur Erbengemeinschaft Das Erbrecht im Allgemeinen und die Erbengemeinschaft im Besonderen sind laufend von der aktuellen Entwicklung der Rechtsprechung betroffen: Pflichten der Miterben, Rechte im Rahmen der Verwaltung des gemeinsamen Nachlasses, Möglichkeiten zur Auseinandersetzung und zum Erbteilsverkauf... Zu all diesen Themen lesen Sie hier regelmäßig ein Update [... mehr lesen]
  • Erbengemeinschaft auflösen
    Die Die Erbengemeinschaft stellt eine Zwangsgemeinschaft dar, die explizit auf Auflösung gerichtet ist. Hierfür gibt es im Wesentlichen drei Möglichkeiten: 1) Die Miterben schließen eine Auseinandersetzungsvereinbarung in der die Verteilung des Nachlasses geregelt wird; 2) Alle Erbanteile werden auf einen der Miterben oder einen Dritten vereinigt, in der Regel durch einen Verkauf der [... mehr lesen]
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  • Praxistips für Erben
    Mit dem Tod des Erblassers kommt auf den Alleinerben oder die Erbengemeinschaft eine ganz neue Aufgabe zu. Neben den ersten Schritten, wie beispielsweise der Organisation der Bestattung und der Benachrichtigung diverser Ämter, Firmen und Personen, kommen schnell Fragen rund um die Sicherung und Verwaltung des Nachlasses auf. Welche Handlungen muss der Erbe vornehmen? Welche darf er überhaupt [... mehr lesen]
  • Samir
    veröffentlicht am 6. Juni 2019 im Beitrag Erbfall und Erbengemeinschaft mit Auslandsbezug
    Meine Frage bezieht sich jetzt auf den Aufenthalt. Ich selber wohne im Bosnien (nicht EU Land) Mein Vater ist vor einigen Tagen verstorben, kein Testament wurde hinterlassen. Ein Familien Haus hat er hinterlassen. Bloß mein Bruder der im dem Haus wohnt und ich sind von Familie übrig. Hab ich recht das Teil des Hauses, auch [... mehr lesen]
  • Dr. Stephan Seitz
    veröffentlicht am 18. Mai 2019 im Beitrag Erbschaft verlassen
    Liebe Frau Sanderos, ich würde das auch so sehen wie von Ihnen beschrieben: die Art der Auseinandersetzung hat keine Auswirkung auf die Erbschaftssteuer. Aber lassen Sie sich bitte entsprechend beraten. Viele Grüße, Stephan Seitz [... mehr lesen]
  • Ute Sanderos
    veröffentlicht am 17. Mai 2019 im Beitrag Erbschaft verlassen
    Welche steuerrechtlichen Konsequenzen hat die Abschichtung? Fällt für den verlassenden Erben dann keine Erbschaftssteuer mehr an und für die verbleibenden Miterben müssen mehr zahlen, oder ist die Erbschaftssteuer unabhängig davon? Ich hatte folgendes gelesen: Die Auseinandersetzung des Nachlasses ist erbschaftsteuerlich u [... mehr lesen]
  • Detlef
    veröffentlicht am 16. Mai 2019 im Beitrag Haushaltsauflösung in der Erbengemeinschaft
    Das ist wirklich ein interessanter Artikel, bei mir hat das mit der Entrümpelung zum Glück super geklappt, aber alleine hätte ich das nicht geschafft! Daher bin ich froh das ich da gute Hilfe hatte, hier ist eine persönliche Empfehlung von mir. [link entfernt]Beste Grüße [... mehr lesen]
  • Dr. Stephan Seitz
    veröffentlicht am 2. Mai 2019 im Beitrag So funktioniert´s: die Teilungsversteigerung verhindern
    Liebe Frau Höger, bitte haben Sie Verständnis dass ich keine Rechtsberatung vornehmen kann. Allgemein gesprochen braucht es für die Beantragung der Teilungsversteigerung keine Zustimmung der weiteren Eigentümer. Aber es gilt natürlich immer sich den Einzelfall genau anzusehen. Viele Grüße, Stephan Seitz [... mehr lesen]
  • Diris Höger
    veröffentlicht am 2. Mai 2019 im Beitrag So funktioniert´s: die Teilungsversteigerung verhindern
    Hallo, mein Exmann und ich sind Eigentümer zu je 50% einer ETW, die wir als GBR gekauft haben. Jetzt hat er die Teilungsversteigerung beantragt, ohne dass ein Gesamtschuldnerausgleich stattfand. So bezahle ich das Monatliche Hausgeld seit geraumer Zeit zu 100%. Ist es möglich meine Zustimmung aufgrund fehlendes Ausgleichs zu v [... mehr lesen]
  • helga
    veröffentlicht am 24. April 2019 im Beitrag Erbengemeinschaft & Haus: 13 absolute Praxistipps für Miterben
    Bei meiner Busenfreundin ist es der Fall, dass sie zusammen mit ihrem Bruder das Haus vom Opa geerbt haben. Erika braucht schon die eigenen vier Wände, denn sie wartet auf das Baby. Justus ist dagegen noch jung, möchte aber für sein Teil was kriegen, um in eigenes Auto zu investieren. Da im Grundbuch nur ein Wohnrecht fürs H [... mehr lesen]
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