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Teilungsanordnung: Der Erblasser bestimmt über die Verteilung des Nachlasses

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Wann macht eine Teilungsanordnung Sinn?

Eine Teilungsanordnung beinhaltet, dass der Erblasser durch letztwillige Verfügung in einem Testament oder Erbvertrag Anordnungen für die Auseinandersetzung des Nachlasses trifft (§ 2048 BGB). Hat der Erblasser nämlich keine letztwillige Verfügung getroffen oder in einer letztwilligen Verfügung keine Teilung angeordnet, erben die Mitglieder einer Erbengemeinschaft zu gleichen Teilen. Alle Erben sind am Nachlass gleichermaßen beteiligt. Kein Erbe hat Anspruch auf einen bestimmten Vermögensgegenstand. Die Erben müssen sich untereinander einigen, wie sie den Nachlass aufteilen. In letzter Konsequenz bleibt in diesem Fall nur, einzelne Vermögensgegenstände öffentlich zu versteigern. Eine solche erzwungene Aufteilung des Nachlasses liegt nicht immer im Interesse des Erblassers.

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Mit der Zuweisung bestimmter Vermögenswerte wird Streit vermieden

Will der Erblasser seinen Nachlass zielgenau aufteilen, kann er eine Teilungsanordnung treffen. Gerade wenn es mehrere Erben gibt, kann der Erblasser in einem Testament oder einem Erbvertrag Anordnungen darüber treffen, welcher Erbe welche Vermögenswerte aus dem Nachlass erben oder wie groß der Anteil eines Erben sein soll. Die Anordnung hat doppelte Wirkung: Der bedachte Miterbe wird zur Übernahme des Vermögenswertes verpflichtet. Zugleich sind die Miterben verpflichtet, ihm den Vermögenswert zu überlassen oder zur Überlassung beizutragen (z.B. Übertragung eines Wohnhauses im Grundbuch). Mit der Anordnung können auch Lasten verbunden sein, indem einem Miterben bestimmte Nachlassschulden auferlegt werden.

Beispiel: Franz Mueller hat drei Kinder. Nach dem Gesetz erbt jedes Kind 1/3 des Nachlasses. Da die Erben den Nachlass unter sich aufteilen müssten, befürchtet Herr Mueller Streitigkeiten darüber, wer welche Vermögenswerte erhält. Franz Mueller kann daher in einem Testament abweichend anordnen, dass jedes seiner Kinder konkret bestimmte Vermögenswerte aus seinem Nachlass erhalten soll. So könnte Sohn Hans das Familienwohnhaus (Wert 200.000 EUR), Sohn Kurt das Aktienpaket (Wert 100.000 EUR) und die Tochter Erna die Ferienwohnung (Wert 150.000 EUR) erhalten.

Ohne weitere Anordnung bleiben die Erben verpflichtet, untereinander einen Wertausgleich vorzunehmen, soweit sich die vererbten Vermögenswerte im Wert unterscheiden. Die Teilungsanordnung führt zunächst nur dazu, dass die einzelnen Vermögensgegenstände einem Erben konkret zugewiesen werden. Sie erleichtert es dem Erben auch, wenn er in der Form des ihm zugedachten Vermögenswertes seinen Erbteil verkaufen möchte.

Im Beispiel beträgt der Gesamtwert des Nachlasses 450.000 EUR. Jedem der Kinder stehen damit als Erbquote wertmäßig 150.000 EUR zu. Sohn Hans muss dann 50.000 EUR an Kurt abgeben. Notfalls muss er den Betrag finanzieren. Tochter Erna hat mit dem Ferienhaus wertmäßig bereits das erhalten, was ihr anteilmäßig zusteht. Damit wäre die Erbquote von je 1/3 erfüllt.

Der Unterschied zwischen Teilungsanordnung zu Vorausvermächtnis

Bei der Anordnung zur Teilung des Nachlasses wird die Zuwendung eines Vermögenswertes auf den Erbteil des Erben angerechnet. Beim Vorausvermächtnis erfolgt hingegen keine Anrechnung der Zuwendung auf den Erbteil. Ein Vorausvermächtnis ist dann bedeutsam, wenn der Erblasser die bei einer Teilungsanordnung entstehenden Ausgleichsansprüche ausschließen möchte. Ordnet er dann ein Vorausvermächtnis an, bleibt es unerheblich, wenn der Wert eines zugewandten Vermögensgegenstandes höher oder niedriger ist als die eigentliche Erbquote. Das Vorausvermächtnis ist „im Voraus“ vor der Verteilung des Nachlasses von den Erben zu erfüllen. Das, was übrig bleibt, wird unter den Erben verteilt. Wird eine Person bedacht, die nicht Erbe ist, handelt es sich um ein normales Vermächtnis.

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Auch bei der Teilungsanordnung gilt: Pflichtteil beachten

Trifft der Erblasser eine Anordnung zur Aufteilung des Nachlasses, muss er eventuell bestehende Pflichtteilsrechte der Erben beachten. Pflichtteilsberechtigt sind seine Kinder, Elternteile und Ehepartner. Der Wert eines Erbteils (z.B. in Form eines bestimmten Vermögensgegenstandes) darf nicht geringer sein als der Pflichtteilsanspruch. Andernfalls kann der benachteiligte Erbe von den Miterben einen Zusatzpflichtteil fordern. Dem Erben muss immer so viel verbleiben, dass er mindestens seinen Pflichtteil erhält.

Teilungsverbot

Der Erblasser kann testamentarisch, auch in Verbindung mit einer Anordnung zur Teilung des Nachlasses, ein Teilungsverbot anordnen. Damit kann er die Auseinandersetzung des Nachlasses in einer Erbengemeinschaft für eine bestimmte Dauer, maximal auf 30 Jahre, oder bis zum Ableben einer bestimmten Person ausschließen. Tritt das Teilungsverbot außer Kraft, kann der Nachlass nach den Vorgaben des Erblassers aufgeteilt werden. Nur wenn alle Beteiligten zustimmen, können sich die Erben über die Anordnungen des Erblassers hinwegsetzen.

Das Teilungsverbot ist auch dann wirkungslos, wenn ein wichtiger Grund für die Auseinandersetzung vorliegt. Dies kann dann der Fall sein, wenn sich bei einem Unternehmen die Erben als führungsuntauglich erweisen. Ein Teilungsverbot kann auch nicht dem Gläubiger eines Erben entgegengehalten werden, der den Erbteil pfändet. Will der Erbe trotz eines Teilungsverbots über seinen Erbteil verfügen oder möchte er Probleme mit seinen Miterben vermeiden, kann er seinen Erbteil verkaufen. Potentielle Kaufinteressenten sind vornehmlich die Miterben.

Testamentsvollstreckung gewährleistet die Nachlassaufteilung

Will der Erblasser gewährleisten, dass seine Anordnungen im Testament erfüllt werden oder will er Streitigkeiten unter den Erben einer Erbengemeinschaft vermeiden, kann er eine Person seines Vertrauens zum Testamentsvollstrecker bestimmen. Der Testamentsvollstrecker sorgt dafür, dass die Anordnungen des Erblassers im Testament erfüllt werden. Das Teilungsverbot ist auch dann wirkungslos, wenn ein wichtiger Grund für die Auseinandersetzung vorliegt. Dies kann dann der Fall sein, wenn sich bei einem Unternehmen die Erben als führungsuntauglich erweisen. Ein Teilungsverbot kann auch nicht dem Gläubiger eines Erben entgegengehalten werden, der den Erbteil pfändet. Will der Erbe trotz eines Teilungsverbots über seinen Erbteil verfügen oder möchte er Probleme mit seinen Miterben vermeiden, kann er seinen Erbteil verkaufen. Potentielle Kaufinteressenten sind vornehmlich die Miterben.

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    Wenn es erst eine Erbgemeinschaft gab Ein mit Erbe alles ansichgerießen hatte u Das Erbe Ausgeschlagen hat u zum Schluss Anwalt forderte Eine Nachlass Erklärung ohne Werte von Richterin zu gelassen u dieses an Eide Statt Versichert ??? So was finde Ich Bekloppt nicht mehr Zurechnungsfähig zu gleich ! [... mehr lesen]
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    veröffentlicht am 14. November 2018 im Beitrag Erbfall und Erbengemeinschaft mit Auslandsbezug
    Lieber Herr Weil, diese Möglichkeit ist mir nicht bekannt. [... mehr lesen]
  • Gunter Weil
    veröffentlicht am 13. November 2018 im Beitrag Erbfall und Erbengemeinschaft mit Auslandsbezug
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  • Helga
    veröffentlicht am 8. Oktober 2018 im Beitrag Erbschaft verlassen
    Danke für praktische Tipps. Erbverzicht aus der Erbengemeinschaft auszuscheiden war eben mein Weg, den ich ausgewählt habe. Durch mehrere Auseinandersetzungen wurde die ganze Familie zerfallen. Dies sollte nicht vorkommen. Eine fachliche Beratung im Erbrecht leistet immer eine große Hilfe. Danke für hochqualifizierte Ratschl [... mehr lesen]
  • Dr. Stephan Seitz
    veröffentlicht am 2. Oktober 2018 im Beitrag Erbengemeinschaft & Haus: 13 absolute Praxistipps für Miterben
    Liebe Frau König, vielen Dank für Ihre Beitrag. Als Erbe sind Sie mit den anderen Miterben in einer Erbengemeinschaft rechtlich verbunden. Solange Sie diese nicht auseinandergesetzt haben, gehört allen Miterben alles gemeinsam. Damit entstehen u.a. auch die von Ihnen geschilderten Probleme. Daher ist die Erbengemeinschaft auc [... mehr lesen]
  • König
    veröffentlicht am 2. Oktober 2018 im Beitrag Erbengemeinschaft & Haus: 13 absolute Praxistipps für Miterben
    Wenn sich die Miterben (3 von 7 bereits verstorben) über 40 Jahre nicht um ihr Erbe (kein Testament vorhanden) (Haus ohne Außenputz und ohne Heizung) kümmerten und nichts zum Erhalt beigetragen haben, dürften sie eigentlich auch keinen Anspruch mehr haben. Wir 3 Kinder der einen Miterbin, welche von Anfang an im Haus wohnt, [... mehr lesen]
  • Helga
    veröffentlicht am 28. September 2018 im Beitrag Erbfall und Erbengemeinschaft mit Auslandsbezug
    Danke für den Beitrag. Meine Schwester ist schon seit langem Staatsabgeordnete von den USA, muss aber nun mit mir unsere Erbe teilen. Die ist ein Geschenk vom Opa, der hier in Deutschland gelebt und uns beide vom Herzen geliebt hat. Dies hat aber Susi zur Mehrfachbesteuerung geführt. Aber Doppelbesteuerungsabkommen fallen nic [... mehr lesen]

 
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