HEREDITAS Blog

Erbengemeinschaft: 5 Möglichkeiten wenn einer blockiert

Erbengemeinschaft einer blockiert

Treffen Erben in einer Erbengemeinschaft zusammen, brechen oft bislang verborgene Konflikte aus. Eigentlich wäre es einfach. Ungeachtet der Trauer über den Tod des Erblassers dürften sich die Erben eigentlich freuen, am Nachlass teilzuhaben. Wenn der Nachlass dann im gegenseitigen Einvernehmen auseinandergesetzt wird, sollte jeder Erbe auf seine Kosten kommen. Doch nicht immer bringen Erben die dafür notwendige Kompromissfähigkeit mit. Blockiert einer der Miterben die Auseinandersetzung des Nachlasses, muss die Erbengemeinschaft Wege finden, den Nachlass abzuwickeln. Hierfür bestehen eine Reihe von Optionen. Inhaltsverzeichnis: Darum geht es auf dieser Seite Warum ist es ein Problem, wenn ein …

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Erbengemeinschaft & Geschwister: die rechtlichen Besonderheiten kennen

Erbengemeinschaft Geschwister

Hinterlässt der Erblasser mehrere Kinder, erben alle Geschwister gemeinsam. Die Geschwister sind gesetzliche Erben. Will der Erblasser die gesetzliche Erbfolge oder die Erbquote der Erben verändern, muss er eine letztwillige Verfügung verfassen. In beiden Fällen ergeben sich teils schwierige Fragen, für die das Erbrecht eine Lösung finden muss. Inhaltsverzeichnis: Darum geht es auf dieser Seite Welche Kinder des Erblassers sind erbberechtigt? Geschwister in der Erbengemeinschaft Wie kann die Auseinandersetzung des Nachlasses erfolgen? Welchen Vorteil hat eine Teilungsanordnung? Was passiert bei Zuwendungen des Erblassers an einzelne Erben zu Lebzeiten? Wie werden Mitarbeit in Beruf und Pflege …

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Erbreihenfolge: Wer erbt zuerst? Und wer nicht?

Erbreihenfolge

Verstirbt ein Mensch, regelt das Erbrecht, wer das Erbe antritt. Es tritt die gesetzliche Erbreihenfolge (Erbfolge) in Kraft. Will der Erblasser das Standardmodell der gesetzlichen Erbreihenfolge nach eigenen Vorstellungen gestalten, kann er ein Testament verfassen oder einen Erbvertrag schließen. Gibt es keine derartige letztwillige Verfügung, gewährleistet das Erbrecht, dass es eine Person gibt, die dem Erblasser in seinen Rechten und Pflichten nachfolgt und den Nachlass übernimmt. Die gesetzliche Erbfolge ist der Versuch des Gesetzgebers, Streitigkeiten der Angehörigen über den Nachlass möglichst zu vermeiden. Auch wenn die gesetzliche Erbfolge meist klar erscheint, steckt der Teufel dennoch …

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Urteil BGH: Anspruch des Pflichtteilsberechtigten auf Wertermittlung

urteil erbrecht

BGH, Urteil vom 29.11.2021 – IV ZR 328/20 Bedeutung des Urteils Gemäß § 2314 Abs. 1 Satz 2 Halbsatz 2 BGB kann der Pflichtteilsberechtigte verlangen, dass der Wert der Nachlassgegenstände ermittelt wird. Der Pflichtteilsberechtigte hat jedenfalls dann ein schutzwürdiges Interesse an einer derartigen Wertermittlung, wenn die vom Erben vorgelegten Unterlagen und Auskünfte nicht ausreichen, um sich ein Bild über den Wert des Nachlassgegenstandes zu machen. Dies gilt auch, wenn der betreffende Nachlassgegenstand zwischenzeitlich veräußert wurde. Denn nur so kann der Pflichtteilsberechtigte erkennen, ob der Nachlassgegenstand ggf. unter Wert verkauft wurde. Allerdings muss das Gutachten nicht …

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Urteil BGH: Grabpflegekosten sind keine Nachlassverbindlichkeiten

urteil erbrecht

BGH, Urteil vom 26.5.21 – IV ZR 174/20 Bedeutung des Urteils Die Kosten für die Grabpflege sind im Rahmen der Berechnung des Pflichtteilsanspruchs gemäß § 2311 BGB nicht als Nachlassverbindlichkeiten abzuziehen. Zwar trägt gemäß § 1968 BGB der Erbe bzw. die Erbengemeinschaft die Kosten der Beerdigung des Erblassers. Hiervon erfasst werden aber nur die eigentlichen Kosten der Beerdigung, also des Bestattungsaktes selbst, der seinen Abschluss mit der Errichtung einer zur Dauereinrichtung bestimmten und geeigneten Grabstätte findet. Kosten der Instandhaltung und Pflege der Grabstätte und des Grabmals zählen nicht mehr zu den Kosten der Beerdigung, sondern …

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Immobilie verkaufen in der Erbengemeinschaft: Verkauf von Haus, Wohnung oder Grundstück mit und ohne Zustimmung der Miterben

Verkauf Immobilie aus der Erbengemeinschaft

Inhaltsverzeichnis: Darum geht es auf dieser Seite Grundsatz: die Immobilie einer Erbengemeinschaft kann nur gemeinsam durch alle Miterben verkauft werden Achten Sie auf die Spekulationsfrist beim Eigenheim Alternative zum Verkauf von Haus, Wohnung oder Grundstück: Verkaufen Sie Ihren Erbteil Ist die Teilungsversteigerung der Immobilie eine Option zum Verlassen der Erbengemeinschaft? Option: Abschichtung, ein dritter Weg aus der Erbengemeinschaft Wie bemessen Sie den Wert der Immobilie und damit den Wert Ihres Erbteils? Grundsatz: die Immobilie einer Erbengemeinschaft kann nur gemeinsam durch alle Miterben verkauft werden Sind Sie Miterbe in einer Erbengemeinschaft, können Sie über eine zum …

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Pflichtteil verkaufen: Geld statt langwieriger Streit

Pflichtteil verkaufen

Hat Sie der Erblasser in einem Testament oder in einem Erbvertrag als gesetzlichen Erben von der Erbfolge ausgeschlossen und damit „enterbt“, haben Sie trotzdem Anspruch auf den Pflichtteil. Der Pflichtteil sichert Kindern, Eltern und Ehegatten des Erblassers eine Mindestbeteiligung am Nachlass. Ähnlich wie den Erbteil zu verkaufen, können Sie auch Ihren Pflichtteil durch Verkauf schneller zu Geld machen, als das bei einer ggf. langwierigen Durchsetzung ihrer Recht der Fall ist. Um die Vorteile eines eventuellen Verkaufs einzuschätzen, sollten Sie wissen, welche Aspekte mit dem Pflichtteil verbunden sind. Inhaltsverzeichnis: Darum geht es auf dieser Seite Wie …

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Erbteil verschenken: kostenfreie Überlassung der Mitgliedschaft in der Erbengemeinschaft

Erbteil verschenken

Sind Sie gesetzlicher oder testamentarisch bestimmter Erbe, können Sie Ihren Erbteil verkaufen, aber auch verschenken. Beim Verkauf erhalten Sie einen vereinbarten Kaufpreis, bei der Schenkung handeln Sie selbstlos und erhalten zumindest keine finanzielle Gegenleistung. Möchten Sie Ihren Erbteil verschenken, müssen Sie eine Reihe von Voraussetzungen beachten. Inhaltsverzeichnis: Darum geht es auf dieser Seite Was sind die Motive für eine Schenkung? Schenkung ist bereits zu Lebzeiten des Erblassers möglich Keine Schenkung bei Ausschlagung Als Erbe entscheiden Sie allein über Ihren Erbteil Ihre Schenkung begründet kein Vorkaufsrecht Trotz Schenkung besteht Ihre Haftung für Nachlassverbindlichkeiten fort Ihre Schenkung …

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So vererbt Deutschland seine Immobilien: 7 Statistiken, die Sie überraschen werden

So vererbt Deutschland seine Immobilien: 7 Fakten, die Sie überraschen werden

Das kuriose vorab: öffentliche Statistiken, wieviel Vermögen jedes Jahr vererbt oder verschenkt wird, gibt es schlicht nicht! Das Statistische Bundesamt erhebt zwar Zahlen, diese umfassen aber nur die steuerpflichtigen Erbschaften und Schenkungen. Bleibt eine Erbschaft oder Schenkung unter den üppigen Freibeträgen, muss diese auch nicht versteuert werden. So können an Kinder alle 10 Jahre steuerfrei 400.000 € schenkweise übertragen oder vererbt werden, für Enkelkinder sind es 200.000 €. Entsprechend sind viele Erbschaften unten den genannten Werten nicht steuerpflichtig und werden damit auch nicht verlässlich erfasst. Dennoch gibt es eine Vielzahl an Studien und Vergleichswerten, so …

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Erbteil verkaufen: so läuft der Notartermin ab

Notartermin Erbteil verkaufen

Verkaufen Sie Ihren Erbteil, müssen Sie den Erbkaufvertrag zwingend notariell beurkunden (§ 2033 BGB). Sobald Sie sich mit dem Erwerber über alle Details des Kaufs geeinigt haben, können Sie einen Notartermin vereinbaren. Der Ablauf eines Notartermins hängt von einer guten Vorbereitung ab. Verständigen Sie sich mit dem Erwerber, welchen Notar Sie mit der Beurkundung beauftragen. Sie können dazu jeden Notar wählen, auch wenn Sie nicht im Amtsbereich des Notars wohnen. Zur Vorbereitung des Notartermins empfiehlt sich, den Notar zumindest stichwortartig zu informieren, was zu welchen Konditionen protokolliert werden soll. Insbesondere sind dem Notar die Personalien …

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