HEREDITAS Blog

So vererbt Deutschland seine Immobilien: 7 Fakten, die Sie überraschen werden

So vererbt Deutschland seine Immobilien: 7 Fakten, die Sie überraschen werden Das kuriose vorab: öffentliche Statistiken, wieviel Vermögen jedes Jahr vererbt oder verschenkt wird, gibt es schlicht nicht! Das Statistische Bundesamt erhebt zwar Zahlen, diese umfassen aber nur die steuerpflichtigen Erbschaften und Schenkungen. Bleibt eine Erbschaft oder Schenkung unter den üppigen Freibeträgen, muss diese auch nicht versteuert werden. So können an Kinder alle 10 Jahre steuerfrei 400.000 € schenkweise übertragen oder vererbt werden, für Enkelkinder sind es 200.000 €. Entsprechend sind viele Erbschaften unten den genannten Werten nicht steuerpflichtig und werden damit auch nicht verlässlich …

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Erbteil verkaufen: so läuft der Notartermin ab

Notartermin Erbteil verkaufen

Erbteil verkaufen: so läuft der Notartermin ab Verkaufen Sie Ihren Erbteil, müssen Sie den Erbkaufvertrag zwingend notariell beurkunden (§ 2033 BGB). Sobald Sie sich mit dem Erwerber über alle Details des Kaufs geeinigt haben, können Sie einen Notartermin vereinbaren. Der Ablauf eines Notartermins hängt von einer guten Vorbereitung ab. Verständigen Sie sich mit dem Erwerber, welchen Notar Sie mit der Beurkundung beauftragen. Sie können dazu jeden Notar wählen, auch wenn Sie nicht im Amtsbereich des Notars wohnen. Zur Vorbereitung des Notartermins empfiehlt sich, den Notar zumindest stichwortartig zu informieren, was zu welchen Konditionen protokolliert werden …

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Wer entscheidet in einer Erbengemeinschaft?

Wer entscheidet in einer Erbengemeinschaft?

Wer entscheidet in einer Erbengemeinschaft? Kommt der Nachlass mehreren Personen zugute, sind Sie Miterbe in einer Erbengemeinschaft. Im Gegensatz zum Alleinerben müssen Sie sich mit den anderen Miterben über die Verwaltung und Verteilung des Nachlasses einig werden. Möchten Sie, aus welchen Gründen auch immer, aus der Erbengemeinschaft ausscheiden, könnten Sie Ihren Erbanteil auch verkaufen und sich so schnell Liquidität verschaffen. Um einen Verkauf einzuschätzen, sollten Sie wissen, welche Aspekte mit einer Erbengemeinschaft verbunden sind. Warum sind Erbengemeinschaften streitanfällig? Erbengemeinschaften führen häufig zu langwierigen Streitigkeiten. Der Grund liegt in der besonderen Struktur dieser Gemeinschaft. Die Erbengemeinschaft …

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Urteil BGH: Miterbe hat keinen Anspruch gegen Erbengemeinschaft auf Erstattung der Erbscheinskosten

urteil erbrecht

Urteil BGH: Miterbe hat keinen Anspruch gegen Erbengemeinschaft auf Erstattung der Erbscheinskosten wenn dieser nicht zwingend erforderlich war BGH, Urteil vom 7.10.20 – IV ZR 69/20 Bedeutung des Urteils Soll ein gemeinschaftlicher Erbschein für die Erbengemeinschaft beantragt werden und will der Antragsteller die (nicht unerheblichen) Kosten für den Erbschein mit den übrigen Miterben teilen, dann muss entweder die Kostenteilung zwischen den Miterben vereinbart sein oder die Beantragung des Erbscheins muss zwingend notwendig gewesen sein. Ansonsten trägt der Antrag stellende Miterbe die Kosten alleine. Es gelten insoweit die Regelungen zur Verwaltung der Erbengemeinschaft. Sachverhalt 1. Die …

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Beschluss BGH: Eingezogener Erbschein verliert seine Beweiskraft

urteil erbrecht

Beschluss BGH: Eingezogener Erbschein verliert seine Beweiskraft BGH, Beschluss vom 17.9.20 – V ZB 8/20 Bedeutung des Urteils Auf der Grundlage eines rechtskräftig eingezogenen und damit kraftlosen Erbscheins darf das Grundbuchamt keine Eintragungen mehr vornehmen. Dieser könne auch nicht mit der Erwägung berücksichtigt werden, dass er seinerzeit die Erbfolge nach dem Vater bis zum Tode der Mutter zutreffend ausgewiesen habe und zu einem Zeitpunkt eingezogen worden sei, als bereits ein die Erbfolge nach der Mutter ausweisender Erbschein erteilt wurde. Zwar werde für den Fall der Vor- und Nacherbschaft teilweise vertreten, dass ein dem Vorerben erteilter …

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Die 8 Risiken beim Kauf von Erbteilen

Die 8 Risiken beim Kauf von Erbteilen

Die 8 Risiken beim Kauf von Erbteilen Erbengemeinschaften entstehen zwangsweise, wenn ein Erblasser mehrere Erben hinterlässt. Manch ein Miterbe empfindet die Zwangsgemeinschaft als Last und ist naturgemäß daran interessiert, den Nachlass möglichst schnell liquide zu machen. Dann stehen Miterben vor dem Problem, dass sie allein nicht über den Nachlass oder einzelne Nachlasswerte verfügen können. In der Erbengemeinschaft können nur alle Miterben gemeinschaftlich Verfügungen treffen. Jeder ist auf den anderen angewiesen. Oft blockiert ein einzelner Miterbe aus rein emotionalen oder sonst irrationalen Gründen jegliche Entscheidungsfindung. Ein Ausweg kann dann darin bestehen, dass ein Miterbe seinen Erbteil …

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Die 8 Risiken beim Verkauf von Erbteilen

Risiken beim Verkauf von Erbteilen

Die 8 Risiken beim Verkauf von Erbteilen Sind Sie Miterbe in einer Erbengemeinschaft, erweist sich Ihr Anspruch auf Auseinandersetzung des Nachlasses möglicherweise als eine schwierige Herausforderung. Sollte auch nur einer Ihrer Miterben die Auseinandersetzung blockieren, müssten Sie Ihr Recht in letzter Konsequenz einklagen. Ein Ausweg bietet der Verkauf Ihres Erbteils. Da Sie nicht gezwungen werden können, in der Erbengemeinschaft zu verbleiben, dürfen Sie Ihren Erbteil jederzeit verkaufen (§ 2033 BGB). Ungeachtet dessen sollten Sie aber auch gewisse Risiken einkalkulieren. Risiko, dass unbekannte Vermögenswerte entdeckt werden Soweit die Erbengemeinschaft den Nachlass gesichtet hat, werden Sie davon …

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Urteil BFH: Grabkosten senken die Erbschaftssteuer

urteil erbrecht

Urteil BFH: Grabkosten senken die Erbschaftssteuer BFH, Urteil vom 22.01.2020 – II R 41/17 Bedeutung des Urteils Aufwendungen für die Pflege einer Wahlgrabstätte, in der nicht der Erblasser, sondern dritte Personen bestattet sind, sind als Nachlassverbindlichkeiten abzugsfähig, wenn sich bereits der Erblasser für die Dauer des Nutzungsrechts zur Pflege verpflichtet hatte und diese Pflicht auf den Erben übergegangen ist. Abzugsfähig sind die am Bestattungsort üblichen Grabpflegekosten für die Laufzeit des Grabnutzungsrechts. Maßgebend sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des Todes des Erblassers. Sachverhalt Der Kläger und Revisionskläger (Kläger) ist testamentarischer Alleinerbe seines im November 2013 verstorbenen …

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Urteil OLG Frankfurt: Ausgleichsforderung des Miterben gegen den Nachlass für Pflegeleistungen

urteil erbrecht

Urteil OLG Frankfurt: Ausgleichsforderung des Miterben gegen den Nachlass für Pflegeleistungen OLG Frankfurt, Urteil vom 07.02.2020 – 13 U 31/18 Bedeutung des Urteils Wie hoch darf die Ausgleichsforderung eines Kindes gegen den Nachlass der Mutter sein, wenn er sie über viele Jahre über den „normalen“ Aufwand hinaus gepflegt hat und damit das Vermögen der dementen Erblasserin geschont hat. Das Gericht hielt die Summe von 40.000 € für Pflegeleistungen nach § 2057a BGB für angemessen. Sachverhalt Die Parteien streiten darum, ob dem Beklagten zu 1) Forderungen in Höhe von 40.000,00 € (Pflegekosten) und – zuletzt – …

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Urteil BFH: Kein Entrinnen für den Erben – Erbschaftsteuerschulden unterliegen keiner Haftungsbeschränkung

urteil erbrecht

Urteil BFH: Kein Entrinnen für den Erben – Erbschaftsteuerschulden unterliegen keiner Haftungsbeschränkung BFH, Urteil vom 04.06.2019 – VII R 16/18 Bedeutung des Urteils Nach § 2059 BGB haftet ein Miterbe nur beschränkt auf den Nachlass, nicht aber mit seinem sonstigen Vermögen – jedenfalls solange der Nachlass im Falle der Erbengemeinschaft ungeteilt ist. Allerdings sagt § 2059 BGB auch, dass dies nur der Fall ist, wenn der Erben nicht „unbeschränkt“ haftet. Und hier hat der BFH entschieden, dass die Haftung für Erbschaftssteuerschulden nach § 20 Abs. 1 ErbStG eben gerade zu einer unbeschränkten Haftung führt. Das …

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