Erbrecht

Der Erbe: was ist das juristisch? was bedeutet das für mich?

Erbe ist derjenige, der in die Rechtspositionen des Erblassers eintritt. Dies können auch mehrere Personen sein, man nennt diese dann Erbengemeinschaft. Erbe wird man entweder durch Testament, Erbvertrag oder im Wege der gesetzlichen Erbfolge. Ich zeige Ihnen weitere wichtige Begriffe, die Sie kennen sollten.


dr stephan seitz hereditas erbengemeinschaft
Hier schreibt: Dr. jur. Stephan Seitz

Mein Name ist Stephan Seitz, ich bin Jurist und war vor wenigen Jahren selbst Teil einer Erbengemeinschaft. Dabei wurde mir klar: Miterben wollen keinen Streit, sondern eine Lösung. Alles was Sie dafür wissen müssen, schreibe ich hier auf.
 
Bitte beachten Sie meine rechtlichen Hinweise für diese Webseite.

Der Begriff „Erbe“

Erbe ist derjenige, der nach dem Tod des sog. Erblassers dessen Vermögens, die sog. Erbschaft, als Ganzes übernimmt, § 1922 Abs. 1 BGB. Dies können entweder eine oder mehrere Personen sein. Im Fall von mehreren Personen spricht man von Miterben. Die Gruppe wird als Erbengemeinschaft bezeichnet.

Der Erbe tritt vollständig in die Rechtsposition des Erblassers ein. Er übernimmt damit sämtliche Vermögenspositionen, aber auch die Verbindlichkeiten. Weiterhin tritt er in alle laufenden Verträge ein und wird letztendlich persönlich verpflichtet. Der Jurist spricht hier auch von der sog. Universalsukzession.

Für eine gewisse Übergangsfrist kann der Erbe überlegen, ob er die Erbschaft auch annehmen will oder durch Ausschlagung nicht annimmt. Während dieser Übergangsfrist kann der Erbe im Grundsatz auch nicht in Anspruch genommen werden.

Der Begriff des Erben ist vor allem vom Vermächtnisnehmer und dem Pflichtteilsberechtigten zu unterscheiden. Beide werden nicht Erben. Lesen Sie dazu unten.

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Wie wird man Erbe

Erbe kann man auf drei Arten werden:

  • Der Standardfall ist das Testament. Der Erblasser bestimmt im Wege seiner letztwilligen Verfügung, wer ihn beerbt. Hierbei ist er im Grundsatz völlig frei. Dieses Testament muss entweder handschriftlich selbst verfasst oder von einem Notar beurkundet werden. Zwar gibt es Pflichtteilsberechtigte, der Erblasser kann sie aber übergehen. Diese haben dann im Nachgang einen Geldanspruch gegenüber den Erben.
  • Eine andere Möglichkeit ist der Erbvertrag. Hier vereinbart der Erblasser mit einem Dritten vertraglich wie er verfügen möchte. Insbesondere wenn der Erbe dafür beispielsweise zu Lebzeiten die Pflege des Erblasers übernimmt, dafür aber die Erbschaft erhält, kann das für beide Seiten ein sinnvoller Weg sein.
  • Hinterlässt der Erblasser weder Erbvertrag noch Testament, so greift die gesetzliche Erbfolge. Diese stellt auf den Verwandtschaftsgrad zum Erblasser ab. Primär wird in gerade Linie vererbt (1. Ordnung), d.h. Kinder, Enkel usw. Gibt es hier niemanden, so wird in die Seitenlinie (2. Ordnung) vererbt, also die Eltern des Erblassers und die Nachfahren der Eltern, also z.B. der Bruder oder die Schwester des Erblassers.
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Wichtige Begriffe, die Sie kennen und unterscheiden sollten

  • Vermächtnisnehmer: Dieser tritt nicht in die Rechtspositionen des Erblassers ein, vielmehr steht ihm ein Anspruch gegenüber der Erbschaft, und damit gegenüber den Erben, zu, etwas bestimmtes aus dem Nachlass zu erhalten. Meist handelt es sich hierbei um einen bestimmten Gegenstand, z.B. die Wohnung des Erblassers oder Schmuck.
  • Pflichtteilsberechtigter: Auch dieser wird nicht Erbe, sondern hat ebenfalls einen Anspruch auf eine bestimmte Leistung aus der Erbschaft. Dem Gesetz nach hat der gesetzliche Erbe, der enterbt wurde, einen Anspruch auf 50% seines gesetzlichen Erbrechts als Pflichtteil. Aber eben nur als Geldanspruch. Dies sichert Kindern und Ehegatten eine Mindestbeteiligung am Nachlass.
  • Vorausvermächtnis: Eine Anordnung des Erblassers, dass ein Erbe(!) einen bestimmten Gegenstand zusätzlich zu seinem Anteil an der Erbschaft bekommen soll.
  • Teilungsanordnung: ähnlich wie das Vorausvermächtnis, allerdings soll keiner der Erben etwas zusätzlich bekommen. Der Erblasser bestimmt nur, wie die Verteilung des Nachlasses erfolgen soll. Über diese Bestimmung können sich die Erben allerdings durch einstimmigen Beschluss hinwegsetzen.
  • Testamentsvollstrecker: Eine Person, die nach Bestimmung des Erblassers den Nachlass zunächst verwalten und letztlich entsprechend dem Willen des Erblassers verteilen soll. Dies „entmündigt“ die Erben.
  • Vor- und Nacherbschaft: Verfügung des Erblassers, dass eine Person vorübergehender Erbe wird, die Nutzungen aus dem Nachlass ziehen kann, aber mit Eintritt eines bestimmten Ereignisses (i.d.R. Tod des Vorerben oder Volljährigkeit des Nacherben) wird eine andere Person Erbe.
  • Erbschein: Öffentliches Dokument, das die Stellung als Erbe legitimiert.

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