Erbteil verkaufen

Alleinerbe: Die gesamte Erbschaft verkaufen

Wer erbt, erbt auch Verantwortung und im ungünstigsten Fall Ärger und Streit. Was liegt da näher, als der Verkauf der Erbschaft. Wer beim Händler ein Auto kauft, das sich als „Montagsauto“ mit lauter Mängel entpuppt, wird das Auto wahrscheinlich verkaufen wollen. Auch die Erbschaft ist verkäuflich.

  • Wer die Abwicklung eines vielleicht aufwendigen Nachlasses scheut, kann sein Erbrecht und damit den Nachlass insgesamt verkaufen. Der Erbschaftskauf ist ein Kaufvertrag mit erbrechtlichen Besonderheiten.
  • Der Erbschaftskaufvertrag muss notariell beurkundet werden. Andernfalls ist der Vertrag nichtig und kann auch nicht durch Erfüllung geheilt werden.
  • Im Außenverhältnis gegenüber Gläubigern haften Erwerber und Erbe als Verkäufer gemeinsam als Gesamtschuldner.
  • Die Erbschaft kann nur der Alleinerbe verkaufen. Als Miterbe einer Erbengemeinschaft kann man lediglich seinen Erbanteil verkaufen.
Alleinerbe: Erbschaft verkaufenMein Name ist Dr. Stephan Seitz, ich bin Jurist und war vor wenigen Jahren selbst Teil einer Erbengemeinschaft. Dabei wurde mir klar: die Miterben wollen keinen Streit, sondern eine Lösung. Alles was Sie dafür wissen müssen, schreibe ich hier auf.
 
Bitte beachten Sie meine Rechtlichen Hinweise für die Nutzung dieser Webseite inklusive Haftungsregelungen. Ich fasse lediglich Allgemeinwissen zusammen und biete keine Rechtsberatung. Alle Angaben sind ohne Gewähr.
Alleinerbe: Erbschaft verkaufen

 
 
 
 
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Wo liegt das Problem?

Erbschaften, die den Erben reich und zufrieden machen, sind nicht die Regel. Wer erbt, sieht sich möglicherweise einer Reihe von Aufgaben und Problemen ausgesetzt. Insbesondere dann, wenn der Erblasser testamentarische Verfügungen hinterlassen hat, ergeben sich für den Erben manche unangenehmen oder belastenden Pflichten. So kann es sein, dass der Erblasser einen Testamentsvollstrecker eingesetzt und ihm die Aufgabe übertragen hat, den Nachlass nach seinen Vorgaben zu verwalten und den Erben mehr oder weniger zu bevormunden. Oder ist der Erbe als Alleinerbe eingesetzt und bestehen Pflichtteilsrechte eines gesetzlichen Erben, muss der Alleinerbe ein Inventarverzeichnis des Nachlasses erstellen, dem Pflichtteilsberechtigten Auskunft erteilen und notfalls Nachlasswerte versilbern, um die Pflichtteilsansprüche zu befriedigen. Müssen dazu einzelne Vermögenswerte, insbesondere Immobilien oder Unternehmensbeteiligungen, wertmäßig erfasst und bewertet werden, sind Streitigkeiten vorprogrammiert. Will sich der Erbe diesen Belastungen entledigen, sollte er den Verkauf der Erbschaft ins Auge fassen.

Warum ist der Verkauf der Erbschaft eine zweckmäßige Option?

Will sich der Erbe eines unliebsamen Erbes entledigen, kann er die Erbschaft verkaufen. Dann überträgt er alles, was mit dem Erbe zu tun hat, auf den Erwerber. Im Gegenzug erhält der Erbe einen vereinbarten Geldbetrag, der ihm sofort mit Abschluss des Kaufvertrages und der vereinbarten Fälligkeit des Kaufpreises zur Verfügung steht. Im Übrigen braucht er sich nicht mehr um den Nachlass zu kümmern.

Umgekehrt profitiert auch der Erwerber vom Verkauf der Erbschaft. Er hat die Chance, werthaltige Vermögensgegenstände zu einem günstigen Preis zu erwerben und mit Profit an einen Dritten weiterzuverkaufen. Gerade bei Immobilien zeigt sich, was gemeint ist. Immobilien lassen sich selten über Nacht verkaufen. Probleme zeigen sich bereits, wenn es darum geht, den Verkehrswert festzustellen und den richtigen Käufer dafür zu finden. Ist der Erbe Laie oder aus persönlichen Gründen nicht in der Lage, sich um den Nachlass zu kümmern, kann er die Erbschaft und damit auch die Immobilie an eine Person oder eine Institution, die sich den Ankauf und die Verwertung von Erbschaften zum Geschäftszweck gemacht hat, verkaufen. Typischer Fall ist, dass ein Erbe in München wohnt, der Nachlass aber in Hamburg abzuwickeln ist. Allein die Entfernung und der damit verbundene Zeitaufwand stehen einer zügigen Abwicklung der Erbschaft entgegen.

Was ist der Unterschied zwischen dem Verkauf der Erbschaft und dem Verkauf des Erbanteils?

Wer die Erbschaft und damit den Nachlass insgesamt verkauft, handelt als Alleinerbe. Erben hingegen mehrere Personen, werden sie Teil der Erbengemeinschaft. In der Erbengemeinschaft kann ein Miterbe nur seinen Erbanteil verkaufen, also seine Beteiligung am Nachlass, nicht aber die Erbschaft insgesamt.

PRAXISTIP!  Wollen Sie sich vom Erbe trennen und sind Alleinerbe, dann können Sie ihre Erbschaft verkaufen. Weitere Informationen finden Sie nachfolgend auf dieser Seite. Sind Sie hingegen Teil einer Erbengemeinschaft, dann können Sie nur ihren Erbteil verkaufen. Details finden Sie auf meiner Seite Erbteil verkaufen!

Wieso ist das Erbrecht verkäuflich?

2371 BGB gibt dem Erben die Möglichkeit, die Erbschaft und damit den Nachlass im Ganzen zu verkaufen. Der Erbschaftskauf ist nichts anderes als ein Kaufvertrag. Da eine Erbschaft eigenständige Regeln hat, regelt das Gesetz in §§ 2371 ff BGB einige vom normalen Kaufvertragsrecht abweichende Details. Diese Regeln gelten auch dann, wenn der Erwerber, der die Erbschaft übernommen hat, die Erbschaft selbst wieder weiterverkauft (§ 2385 BGB).

Alleinerbe: Erbschaft verkaufen

Was wird eigentlich verkauft?

Beim Erbschaftskauf verkauft der Alleinerbe die gesamte Erbschaft. Er kann keinen Erbanteil verkaufen, da sein Anteil an der Erbschaft 100 % beträgt. Verkauft wird die Erbschaft als Gesamtheit der zum Nachlass gehörenden Vermögenswerte. Als Vermögenswerte kommen zum Beispiel Immobilien, bewegliche Sachen, Forderungen oder Unternehmensbeteiligungen in Betracht. Lediglich Familienpapiere und Familienbilder verbleiben dem Verkäufer (§ 2373 S. 2 BGB). Sie sind normalerweise für Dritte ohnehin wertlos. Auch nach dem Verkauf des Erbrechts bleibt der Verkäufer Erbe. Der Umstand, dass er Erbe ist, ist höchstpersönlicher Natur und damit nicht veräußerlich.

Abzugrenzen ist der Verkauf der Erbschaft damit vom Verkauf des Erbteils und vom Verkauf einzelner Nachlassgegenstände.

Welche Form ist für den Erbschaftskaufvertrag maßgebend?

Der Erbschaftskaufvertrag muss notariell beurkundet werden (§ 2371 BGB). Der Zweck ist offensichtlich. Das Gesetz will den Erben vor unüberlegten Entscheidungen schützen sowie auch dem Erwerber und den Nachlassgläubigern klar zu erkennen geben, wer welche Rechte hat. Ohne Einhaltung der Form ist der Kaufvertrag nichtig. Insbesondere kann der Formmangel auch nicht dadurch geheilt werden, dass der Verkäufer den Nachlass an den Erwerber übergibt und damit den Vertrag faktisch erfüllt. Anders ist es, wenn ein Miterbe seinen Erbanteil am Nachlass überträgt. Nur in diesem Fall soll ein eventueller Formmangel durch Erfüllung geheilt werden. Um jegliche Zweifel auszuschließen, empfiehlt sich stets die notarielle Beurkundung.

Welche Rechtsbeziehungen entstehen zwischen Verkäufer und Erwerber der Erbschaft?

Der Erbe verkauft die Erbschaft in dem Zustand, in dem sie sich zur Zeit des Vertragsabschlusses befindet. Soweit nach Vertragsabschluss Vermächtnisse, Auflagen oder Ausgleichspflichten entfallen, kommen sie dem Käufer zugute (§ 2372 BGB). Umgekehrt verbleibt ein Erbteil, der dem Verkäufer durch eine Nacherbfolge oder durch Wegfall eines Miterben anfällt, im Zweifel beim Verkäufer (§ 2373 BGB).

Welche Haftung übernimmt der Käufer der Erbschaft?

Bestehen gegen den Nachlass Forderungen Dritter, haben diese als Gläubiger ein Interesse daran zu wissen, an welche Person sie ihre Forderungen nach dem Verkauf der Erbschaft stellen können. § 2382 Abs. I BGB bestimmt deshalb, dass der Käufer vom Abschluss des Kaufvertrages an gegenüber den Nachlassgläubigern haftet und zwar unbeschadet der Fortdauer der Haftung des Verkäufers. Mit anderen Worten: Der Gläubiger kann sich aussuchen, ob er seine Forderung gegenüber dem Erben oder dem Erwerber der Erbschaft geltend macht und notfalls auch gerichtlich durchsetzen will. Erbe und Erwerber haften gegenüber dem Gläubiger für Nachlassverbindlichkeiten damit als Gesamtschuldner. Darüber hinaus bestimmt § 2382 Abs. II BGB, dass diese gesetzliche Regelung auch nicht durch eine entgegenstehende Vereinbarung zwischen Erbe und Erwerber ausgeschlossen oder beschränkt werden darf. Damit ist der Gläubiger stets auf der sicheren Seite.

Es bleibt dem Erben als Verkäufer und dem Erwerber überlassen, im Innenverhältnis zu regeln, wer für was verantwortlich ist. Insbesondere gehört dazu eine Freistellungsvereinbarung, durch die der Erbe durch den Erwerber freigestellt wird, falls er von einem Gläubiger finanziell in Anspruch genommen wird.

Welche Informationspflichten bestehen beim Verkauf der Erbschaft?

Gegenüber den Nachlassgläubigern ist der Verkäufer verpflichtet, den Verkauf und den Namen des Erwerbers dem Nachlassgericht unverzüglich anzuzeigen. Ein Gläubiger kann diese Anzeige beim Nachlassgericht einsehen. Damit weiß der Gläubiger, ob und an wen der Erbe die Erbschaft verkauft hat. Die Anzeige des Käufers ersetzt die Anzeige des Verkäufers.

Wer trägt welche Risiken?

Zwischen dem Zeitpunkt des Abschlusses des Kaufvertrages über den Verkauf der Erbschaft und der Erfüllung des Kaufvertrages durch Übergabe des Nachlasses kann durchaus einige Zeit vergehen. Sofern in diesem Zeitraum einzelne Wertgegenstände beschädigt werden oder verloren gehen, stellt sich die Frage, wer dafür haftet.

Nach § 2380 BGB trägt der Erwerber vom Zeitpunkt des Kaufvertragsabschlusses die Gefahr des zufälligen Untergangs und einer zufälligen Verschlechterung der Erbschaftsgegenstände. Hat der Erbe beispielsweise ein wertvolles Gemälde verkauft, trägt der Erwerber das Risiko, dass das Gemälde vor der Übergabe an ihn gestohlen wird oder bei einem Wohnungsbrand zerstört wird. Insofern sollte der Erwerber ein Interesse daran haben, dass ihm die Nachlassgegenstände möglichst umgehend nach Kaufvertragsabschluss übergeben werden.

Unabhängig davon gehören dem Erwerber ab dem Zeitpunkt des Kaufvertragsabschlusses die Nutzungen, die sich aus einem Wertgegenstand ziehen lassen. Zugleich trägt er die damit verbundenen Lasten. Wird eine zum Nachlass gehörende vermietete Immobilie verkauft, stehen dem Käufer mit Vertragsabschluss die Mieten zu. Zugleich hat er Grundsteuer und Versicherungsprämien zu zahlen und ist für die Nebenkostenabrechnung verantwortlich.

Sofern der Erbe als Verkäufer für beschädigte, zerstörte oder verloren gegangene Erbschaftsgegenstände Ersatz erlangt hat, ist er verpflichtet, dem Käufer alles herauszugeben, was er erlangt hat.

Beispiel: Ein zum Nachlass gehörendes Kfz wird bei einem Verkehrsunfall zerstört. Die Entschädigungsleistung der Kfz-Versicherung gehört zum Nachlassvermögen und ist dem Erwerber zu übergeben.

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Haftung für Rechts- und Sachmängel

Da die Erbschaft in dem Zustand verkauft wird, in dem sie sich bei Vertragsabschluss befindet, obliegt dem Erben als Verkäufer nur eine eingeschränkte Haftung für Mängel (§ 2376 BGB).

So beschränkt sich seine Haftung für Rechtsmängel darauf, dass ihm das Erbrecht tatsächlich zusteht, dass es nicht mit dem Recht eines Nacherben oder durch die Bestimmung eines Testamentsvollstreckers beschränkt ist, dass keine Vermächtnisse, Auflagen, Pflichtteilslasten, Ausgleichspflichten oder Teilungsanordnungen bestehen und noch nicht die unbeschränkte Haftung gegenüber Nachlassgläubigern eingetreten ist.

Beispiel: Nach Vertragsabschluss stellt sich heraus, dass der Erblasser im Testament ein Vermächtnis angeordnet und den Erben verpflichtet hat, dem Tierschutzbund 100.000 € zukommen zu lassen. In diesem Fall haftet der Erbe dem Erwerber auf Schadensersatz.

Für Sachmängel haftet der Verkäufer nicht. Er haftet ausnahmsweise aber dann, wenn er einen ihm bekannten Sachmangel arglistig verschwiegen oder eine Garantie für die Beschaffenheit des Nachlassgegenstandes übernommen hat.

Beispiel: Zum Nachlass gehört ein Kfz. Nach Vertragsabschluss und Übergabe stellt sich heraus, dass der Tachostand vom Erben zwecks Erzielung eines höheren Verkaufserlöses beim Verkauf der Erbschaft manipuliert und um 100.000 km verringert wurde. In diesem Fall haftet der Erbe dem Erwerber auf Schadensersatz. Er haftet aber nicht, falls sich die vom Autohersteller benannten Abgaswerte als nicht zutreffend herausstellen.

Ersatzpflicht des Erben als Verkäufer

Hat der Erbe als Verkäufer vor Vertragsabschluss über den Verkauf der Erbschaft einzelne Erbschaftsgegenstände verbraucht (z.B. Guthaben auf dem Girokonto), unentgeltlich veräußert oder unentgeltlich belastet, muss er dem Käufer den Wert und die Wertminderung ersetzen, es sei denn, dass der Käufer die Fakten kennt. Sofern einzelne Erbschaftsgegenstände sich vor Vertragsabschluss verschlechtern, untergehen oder aus sonstigen Gründen nicht übergeben werden können, braucht der Erbe keinen Ersatz zu leisten.

Haftung für Nachlassverbindlichkeiten

Der Käufer ist verpflichtet, Nachlassverbindlichkeiten zu erfüllen. Zu den Nachlassverbindlichkeiten gehören insbesondere auch Beerdigungskosten und alles, für das der Erblasser gegenüber Dritten in der Verantwortung stand.

Ersatzpflicht des Erwerbers für Verwendungen und Aufwendungen des Erben

Soweit der Erbe vor Kaufvertragsabschluss über den Verkauf der Erbschaft Verwendungen gemacht hat, muss der Käufer diese ersetzen.

Beispiel: Der Erbe bezahlt aus eigener Tasche die Prämie für die Kfz-Haftpflichtversicherung eines zum Nachlass gehörenden Kfz.

Hat der Erbe Aufwendungen getätigt, braucht der Käufer diese nur zu ersetzen, wenn dadurch der Wert des Nachlassgegenstandes erhöht wurde (§ 2381 Abs. II BGB).

Beispiel: Der Erbe ist Motorsportler und tunt das zum Nachlass gehörende Kfz. Soweit der Erwerber mit dem Tuning nichts anfangen kann, geht der Kostenaufwand zulasten des Käufers.

Letztlich ist es Verhandlungssache, inwieweit diese Aspekte im Kaufpreis ihren Niederschlag finden.

Umfang der Haftung und Haftungsbeschränkung

Der Erbe haftet mit der Annahme der Erbschaft unbeschränkt mit dem Nachlass und seinem privaten Vermögen für eventuell bestehende Nachlassverbindlichkeiten. Verkauft er die Erbschaft, haftet auch der Erwerber unbeschränkt (§ 2383 BGB). Stellt sich nach dem Kauf der Erbschaft heraus, dass der Nachlass doch nicht so werthaltig ist, wie es sich Verkäufer und Käufer vorgestellt haben, kann der Erwerber seine Haftung beschränken, indem er beispielsweise die Nachlassverwaltung beantragt und damit den Nachlass von seinem eigenen Vermögen abtrennt. Erweist sich der Nachlass als überschuldet, bleibt in letzter Konsequenz, das Nachlassinsolvenzverfahren zu beantragen.

Fazit

Wer als Erbe den Verkauf der Erbschaft ins Auge gefasst, muss genau wissen, was er verkauft. Umgekehrt will und muss ein Erwerber wissen, was er kauft, wenn er die Erbschaft insgesamt übernimmt. Es empfiehlt sich, vorab ein möglichst konkretes Inventarverzeichnis zu erstellen und darin die einzelnen Nachlasswerte konkret zu erfassen und eventuell bestehende Nachlassverbindlichkeiten festzustellen. Um Verkaufsverhandlungen vorzubereiten und zügig abzuwickeln, empfiehlt sich, Nachlasswerte wie Immobilien oder Unternehmensbeteiligungen gutachtermäßig zu erfassen. Ergibt sich im Ergebnis, dass der Nachlass werthaltig ist, ist der Verkauf der Erbschaft ein angenehmer und komplikationsloser Weg, aus dem Nachlass Liquidität zu schöpfen und sich der damit verbundenen Verantwortung weitgehend zu entledigen.

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